Puschelmäppchen

Auch wenn, gerade Sommerferien sind – das nächste Schuljahr kommt bestimmt. Da mein ältester Sohn einen quietschgelben Schulrucksack hat, habe ich ihm dazu ein ebenso gelbes Mäppchen genäht.

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Benötigt wird nur ein Mikrofaserputztuch und ein passender Reißverschluss. Zum Verzieren eventuell ein paar Stoffreste und Kam Snaps.
Mein Mikrofasertuch war ein ovales mit Aufhängelasche. Das eignet sich perfekt, da ich nichts zuschneiden musste. Einfach in der Mitte zusammenklappen (der längeren Seite entlang), den Reißverschluss (ca. 20cm lang) an der offenen Seite mittig einnähen, die restlichen offenen Stellen zunähen und schon ist das Mäppchen fertig.

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Fehlt nur noch die Verzierung. In dem Fall habe ich mich dafür entschieden Augen zu nähen und diese mit Kam Snaps am Mäppchen zu befestigen. Die Augen bestehen aus zwei Lagen Stoff, ich habe hier ein altes Handtuch verwendet. Die Pupille ist die eine Seite des Kam Snaps. Das Gegenstück des Snaps habe ich gelb am Mäppchen angebracht. So fällt es auch nicht auf, wenn die Augen mal nicht drangeklickt sind.
Die Stelle zum anknöpfen der Augen ist so gewählt, dass die Aufhängelasche des Putzlappens optisch zur Nase wird.

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Sollte die Version mit den Augen irgendwann nicht mehr gefallen, können einfach andere Verzierungen angebracht werden.
Das ist nun das fertige Mäppchen:

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Einfache Sommerdekoration

Der Frühling ist nun eindeutig vom Sommer abgelöst worden, die Temperaturen der letzten Tage hat das eindeutig bewiesen. Nur bei unserer Fensterdeko war dieses Detail noch nicht angekommen. Hier hingen immer noch Blumen, Käfer und Schmetterlinge an den Scheiben, zum Teil schon sehr ausgebleicht. Spontan haben wir den Regentag genutzt, um diesen Umstand zu ändern. Die Kinder wollten unbedingt etwas falten und obwohl wir mehrere Bücher mit Faltanleitungen besitzen, waren sie sich einig, dass es die ganz einfachen herkömmlichen Boote werden sollten. Wir haben also Boote im Akkord gefaltet. Nachdem wir bestimmt 30 Schiffe beeinander hatten, haben wir sie, zusammen mit bunten Perlen aufgefädelt. Nun haben wir mehrere Schiffchenketten, die die Haustür und die Terassentüren verschönern.

Schiffchen

PET-Blumen im Sommer

Im Herbst 2014 habe ich hier eine Anleitung gepostet, wie man aus PET-Flaschen hübsche Blumen basteln kann. Die Blumen, die wir damals gebastelt haben, sehen nach wie vor schön aus und dürfen jetzt als Sommerdekoration unseren Eingangsbereich verschönern. Diesmal kombiniert mit einem üpigen Grasstrauß.

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Bunte Schnürsenkel – ganz einfach selbstgenäht

Die Winterkleidung ist nun endgültig in den hintersten Winkel des Kleiderschrankes verbannt, die gefütterten Stiefel sind in den Keller gewandert. Dafür stehen jetzt Sandalen, Ballerinas und andere leichte Schuhe in meinem Schuhschrank. Unter anderem ein Paar hellblaue Chucks. Irgendwie sahen sie mir diesen Sommer aber viel zu langweilig zu den ebenfalls blauen Jeans aus, das Tüpfelchen auf dem i fehlte noch.

Trotz akuten Zeitmangels habe ich mich an die Nähmaschine gesetzt und aus Stoffresten bunte Schnürsenkel genäht.

Man benötigt für jeden Bändel etwa 10 Stoffstreifen von etwa 15cm Länge und 2cm Breite. Die Länge kann natürlich je nach Schuhgröße, Schuhtyp und Anzahl der Löcher variieren.

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Die ersten beiden Streifen werden rechts auf rechts aufeinandergelegt und an einer kurzen Kante zusammengenäht. Dabei nur eine knappe Nahtzugabe lassen, da der Bändel sonst an der Naht zu dick wird. Da die Schnürsenkel ziemlich was aushalten müssen, ist es ratsam 2-3 mal hin und her zu nähen. Nun alle weiteren Streifen an die ersten beiden Nähen.

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Jetzt kommt das Bügeleisen zum Einsatz. Die Nähte müssen alle ordentlich ausgebügelt werden. Danach wird das Band längs zusammengefaltet und gebügelt.

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Der Stoffstreifen wird vorsichtig wieder aufgefaltet und nun werden die beiden langen Kanten zur Mittelfalz gelegt und ebenfalls gebügelt. Das ganze sollte dann so aussehen:

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Nun das Ganze noch antlang des Mittelfalzes wieder zusammenklappen.

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Bei einer Breite von nur 2cm ist das Einklappen der Seiten zum Mittelfalz hin eine kniffelige Angelegenheit, vor allem wenn man sich die Fingerspitzen nicht verbrennen möchte. Ich habe daher auf die Genauigkeit verzichtet, das Bügeleisen nach den ersten 10cm wieder aufgeräumt und es so Pi-mal-Daumen probiert. Das Ergebnis ist nicht umwerfend, aber für den Eigenbedarf absolut tauglich.

Nachdem die (Nicht-)Bügelarbeiten abgeschlossen sind, geht es ans Nähen. Der Anfang des Stoffbandes wird wie auf den Bildern gezeigt, eingeschlagen.

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Nun wird der Schnürsenkel in der MItte zusammengeklappt und an der offenen Kante knappkantig abgesteppt. Das Vernähen am Anfang und am Ende der Naht nicht vergessen. Kommt man an das Ende des Stoffbandes, muss genau wie am Anfang ebenfalls ein kleines Stück eingeschlagen werden, damit die Enden nicht ausfransen können.

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Damit sind die Schnürsenkel bereits fertig und können in die Schuhe eingefädelt werden.

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Gartenkunst im Frühling

Jedes Jahr müssen in unserem Vorgarten neue Gartentiere einziehen. Bisher hatten wir meist, mangels geeigneter Säge, vorgefertigte Figuren, die die Kinder dann nach Lust und Laune bemalt haben.

Nun hatte mein Fünfjähriger aber unheimlich Lust auf Laubsägearbeiten. Daher haben wir dieses Jahr die Gartenstecker aus dünnen Sperrholzplatten gefertigt und eigene Figuren entworfen, die möglichst leicht auszusägen waren.

Zuerst haben wir für unser Bienenhotel eine Biene gebraucht, als Wegweiser sozusagen, dass die Wildbienen ihr neues Zuhause auch finden können. Es wirkt scheinbar, denn so gut besucht war das Bienenhotel noch nie.

Hier ist unsere Biene:

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Der Körper besteht aus einem einfachen Oval, Das war für unseren Junior kein Problem zum Aussägen. Für Beine, Flügel und Fühler hat er selbst Löcher gebohrt. Fünf am oberen Rand für Flügel und Fühler und drei am unteren Rand für die drei Beinpaare.

Damit auch unser Jüngster mit seinen 2,5 Jahren schon mitmachen kann, ahben wir die Abtönfarben dieses Mal im Schrank gelassen und es mit Wachsmalstiften versucht. Leider war das keine gute Idee. Der Farbauftrag ist auf Holz sehr ungleichmäßig und der Outdoorlack, den wir dafür gekauft hatten, hat die Farbe teilweise aufgelöst und verschmiert. Daher auch das schmutzige Aussehen an den weiß bemalten Stellen.

Nach dem Bemalen und Lackieren (ich habe drei Schichten Lack aufgetragen), haben wir die Drähte für Flügel, Fühler und Beine angebracht. Die Flügel sind mit Teilen einer alten Seidenstrumpfhose bezogen. Weiß wäre dafür schöner gewesen, aber das hat der Kleiderschrank nicht hergegeben.

Letztes Wochenende hat unser Bienchen dann noch einenS tab bekommen und durfte im Vorgarten ihren Posten einnehmen,

Bienen brauchen aber auch Blumen. natürlich wachsen im Vorgarten welche, aber die sind für unsere Biene viel zu klein, also musste eine größere her.

Hier ist sie:

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Die Mitte besteht aus zwei alten CDs, die silberfarbene Seite ist jeweils mit Glitzersteinchen und Knöpfen beklebt. Das haben meine beiden Kleinen zusammen gemacht. Die Blütenblätter sind genauso wie die Biene aus dünnem Sperrholz mit der Laubsäge ausgesägt, mit Wachsmalstiften bemalt und dreifach lackiert. Die CDs habe ich ebenfalls lackiert, weil wir für das Bekleben der CDs nur normalen Bastelkleber verwendet hatten. Als wir die beklebt haben, war noch nicht klar, dass das mal Gartenblumen werden.

Nun haben wir nur noch die Blütenblätter zwischen je zwei CDs geklebt. Dabei ist wichtig, dass am unteren Rand eine größere Lücke bleibt, damit ein Rundholzstab dazwischen geschoben werden kann.

Die  Osterglocken sind inzwischen verblüht, auch die Traubenhyazinthen sehen schon recht traurig aus, aber unsere Glitzerblumen stehen in voller Blüte und das hoiffentlich das ganze Jahr über!

Recycling von Kleidungsstücken

Es gibt so manche Kleidungsstücke, die – aus welchem Grund auch immer – im Kleiderschrank immer ganz nach unten wandern und dort ein tristes Dasein fristen. Ich sammle solche Kleider inzwischen in einer großen Kiste und wenn meine Kinder irgendetwas an Kleidung benötigen, schaue ich erst dort hinein und überlege ob ich aus dem Ein oder Anderen noch etwas Neues für die Kleinen nähen kann.

Heute sind auf diese Weise wieder zwei neue Kleidungsstücke entstanden:

  1. Eine Jogginghose mit Umschlagbündchen in Größe 128 aus einer Herrenjogginghose Größe L

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    Außer der Herrenjogginghose habe ich nur passenden Bündchenstoff benötigt, den ich aber von einem früheren Nähprojekt noch da hatte. Durch geschicktes Zuschneiden konnte ich beide ursprünglichen Hosentaschen beibehalten. Zugegeben, sie sind ein bisschen groß für eine Kinderhose, aber meine Kinder haben immer viele Schätze, die sie einstecken wollen, so dass große Taschen kein Fehler sind.

  2. Ein Langarmshirt in Größe 110 aus einem Damen T-Shirt Größe S und einem Stoffrest

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    Aus dem Fahrzeugestoff habe ich bereits eine bequeme, dünne Sommerhose für meinen Kleinsten genäht. Nun war aber noch ein ordentliches Stück Stoff übrig, zu wenig für ein Kleidungsstück, aber zu viel um Kleinkram daraus zu nähen. In meinem Altkleiderfundus habe ich ein schmales Damen T-Shirt in weiß gefunden. Die Ärmel habe ich so aus dem T-Shirt ausgeschnitten, dass der Saum des T-Shirts zum Ärmelsaum des neuen Shirts wurde. Zeitersparnis pur, vor allem weil ich nicht gerne säume. Ein farbiges Bündchen am Halsausschnitt und ein Textilaufdruck runden das Shirt ab.
    Für den Aufdruck habe ich einen LKW des Stoffes vergrößert und mir für jede Farbe (weiß, hellblau, dunkelblau, grün) eine Schablone erstellt. Ich habe mit dem Schablonieren mit der hellsten Farbe begonnen und nach dem Trocknen die jeweils nächstdunklere darüber schabloniert.

Junior ist begeistert und ich habe für heute genug mit Nähen…

Endlich Ostereier!

Unsere ausgeblasenen Eier haben endlich Farbe bekommen. Ganz spontan hatten meine Kinder heute Lust zum Eier verzieren. Wir haben altbewährte Techniken verwendet, die aber jedesmal wieder Spaß machen.

Der erste Versuch war das Bekleben der Eier mit Klebepunkten, die nach einer Schicht Farbe (+trocknen) wieder abgezogen wurden. DIese sind leider nicht so schön geworden, denn die Klebepunkte haben so fest an der Schale geklebt, dass Papierreste am Ei geblieben sind. Daher gibts davon kein Bild 😉

Der zweite Versuch war ein mit Wolle umwickeltes Ei. Wir haben sehr schöne Eier damit gestaltet, allerdings war es nicht ganz einfach, weil die Wolle weggerutscht ist und nach kurzer Zeit schon die Finger mit Klebstoff verschmiert waren. Mein Fünfjähriger war nach einem Ei fix und fertig, hat aber tapfer durchgehalten. Hier ist das Ergebnis:

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Ei Nummer drei ist ein Monsterei. Junior wollte unbedingt mit Wackelaugen basteln, also haben wir einige Eier einfach bunt angemalt und mit Wackelaugen und Wolle beklebt. Eins ist leider vom Osterstrauß abgestürzt und hat den Aufprall auf den harten Fliesen nicht überlebt, aber Juniors Lieblingsmonter ist noch da:

Osterei2 2016

Nachdem wir nun doch noch zum Eier bemalen gekommen sind, steht Ostern nichts mehr im Wege! Wir wünschen euch allen frohe Feiertage!

Kleine Osterhasen

Heute ist mir eine sehr süße Osterbastelei über den Weg gelaufen. Sie ist ganz einfach zu machen, hat eine persönliche Note und braucht nicht viel Material. Benötigt wird nur ein Blatt Papier, Bleistift / Buntstifte und Schere.

Jetzt geht es los: Einfach die Hand auf das Papier legen, mit dem Bleistift umfahren und genau ausschneiden. Den Mittelfinger aus der Papierhand herausschneiden, Daumen und kleinen Finger einklappen, Gesicht draufmalen und eventuell beschriften, bemalen, verzieren.

Bei uns ist der Hase übrigens als Geschenkanhänger angekommen, es sind aber auch noch viele andere Einsatzmöglichkeiten denkbar: für den Osterstrauß oder den Osterkranz, als Osterkarte…

Osterhase2  Osterhase1

Viel Spaß beim Basteln!

Baustellenbriefpapier

Meinen Kindern war es dieses Jahr so gar nicht nach Osterbasteleien. Die mühsam ausgeblasenen Eier stehen jetzt, eine Woche vor Ostern, immer noch unangetastet in der Küche. Allerdings haben wir gegenüber von uns gerade eine Baustelle – es wird ein Einfamilienhaus gebaut. Die Kinder finden es unheimlich spannend den großen Baufahrzeugen zuzuschauen und mitzuerleben wie das Haus immer mehr wächst. Motiviert davon entstehen hier täglich neue Bilder und Basteleien zum Thema Baustelle. Eine davon möchte ich euch heute zeigen: Das Baustellenbriefpapier

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Benötigt wird:
-buntes Papier in hellen Farbtönen (weiß geht aber genauso)
-Doppelseitiges Klebeband
-Sand
-evtl. Aufkleber oder Stempel zum Thema Baustelle

Zunächst wird ein Streifen doppelseitiges Klebeband in der gewünschten Länge abgeschnitten. Dann wird er wellenförmig der Länge nach durchgeschnitten. Wenn man hierbei nicht zu knapp an den Rand schneidet, kann man hinterher beide entstehenden Streifen verwenden und hat nicht so viel Müll.
Die Streifen werden an die untere Kante des Papiers geklebt. Nun wird die Schutzfolie abgezogen und die Klebefläche großzügig mit Sand bestreut. Nachdem man vorsichtig den Sand etwas festgedrückt hat, werden die überschüssigen Körnchen vom Papier abgeschüttelt.
Zum Schluss wird das Papier noch mit Stempeln, Aufklebern oder eigenen Zeichnungen verziert.

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Viel Spaß beim Basteln!

Bienenwachswickel einfach selbst gemacht

Der Frühling naht, in unserem Vorgarten blühen nicht nur Schneeglöckchen, sondern auch Krokus und Osterglocken. Sogar eine Traubenhyazinthe habe ich schon blau hervorblitzen sehen.

Trotzdem hat es uns gerade so richtig unfrühlingshaft erwischt mit Erkältungen. Husten, Schnupfen, Halsschmerzen… da braucht man neben dem Zwiebelsäckchen natürlich auch einen schönen warmen Bienenwachswickel –  meinte mein Fünfjähriger. Leider waren unsere Bienenwachswickel alle nicht mehr gut, der feine Duft war komplett verschwunden. Nach einer Nacht mit nicht mehr duftendem Wickel, habe ich mich heute dran gemacht und selbst experimentiert.

Benötigt habe ich:

-ein altes T-Shirt, Unterhemd o.ä.
-Bienenwachs
-Kokosöl
-Backpapier

Zunächst habe ich das alte T-Shirt in passende Rechtecke zerteilt. Meine waren etwas größer als eine Postkarte, je nach Alter des Kindes kann die Größe variieren. Ich habe drei Stück zugeschnitten.

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Als nächstes kommt das Bienenwachs (5 EL) zusammen mit dem Kokosöl (1 gehäufter TL) in einen Topf und wird bei niedrigster Stufe geschmolzen.

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Ist alles flüssig wird ein Stoffstück hineingelegt und mit dem Wachs-Öl-Gemisch getränkt.

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Nun aus dem Topf herausfischen und auf einem Stück Backpapier ausbreiten. Vorsicht, das Wachs ist noch sehr heiß.

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Schon nach sehr kurzer Zeit sind die Platten fest und abgekühlt. Sie können im Backpapier eingewickelt aufbewahrt werden. Ich habe als Trennschicht noch Butterbrotpapier zwischen die Bienenwachswickel gelegt.

Zum Verwenden wird der Bienenwachswickel einfach kurz angeföhnt, dass er eine angenehme Temperatur hat. Dann wird er dem kleinen Patienten auf die Brust gelegt, direkt auf die Haut. Wer mag kann für noch mehr wohltuende Wärme noch eine Schicht Heilwolle darüber legen. Das ganze wird z.B. mit einem enganliegenden Unterhemd fixiert.

Allen die ebenfalls gerade mit Erkältungen kämpfen: Gute Besserung!